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Kreative Unruhe

Der Mensch an sich bzw. menschliche Organisation haben eine Tendenz zur Strukturerhaltung. Dieses an sich sinnvolle Streben steht dem Prinzip der Desorganisation - dem Prinzip der Entropie - entgegen.

Was bedeutet dies nun für den Alltag in den Unternehmungen und die Führungsverantwortlichen? Selbstverständlich braucht es der Prozesse, die als Ausdruck eines linearen Ursache-Wirkungs-Denkens verstanden werden können. Dies führt zu einer Rationalisierung und damit einer effizienten Arbeitsweise.

Jedoch führt dies bisweilen zu einer Verknöcherung der Firmenstruktur. Kreativität und Umdenken und damit die Evolution werden zugunsten von Strukturen ausgeblendet. Welcher Ansatz ist nun der Richtige?

Pauwles hat mit seinen Theorien zur Knochenbildung1 indirekt einen entscheidenden Beitrag zum Thema der kreativen Unruhe geleistet. Durch das genetisch determinierte Bestreben minimale Abweichungen von der Idealform (Idealstruktur) zu erzielen, versetzt der Körper (Organisationsform, Unternehmung) sich selbst in die Lage, sich erneut prüfen und optimieren zu müssen. Die Pauwles´schen Arbeiten implizieren, daß es für die Optimierung von Systemen - und somit auch Unternehmungen - als sinnvoll anzusehen ist, gezielt und hinreichend oft Störtrigger einzubauen. So erfährt die Unternehmung die Chance zur Reorganisation und zum kreativen Überdenken der eigenen Werte- Abläufe und Ziele.

Wir unterstützen Unternehmungen in Bemühen sich nach vorne zu entwickeln. Das zentrale Arbeitsinstrument der internen wie externen Intervention beruht dabei auf den Prinzipien des Systemisches Kommunikationsmodells.

1F. Pauwles, "Überblick uber die mechanische Beanspruchung des Knochens und ihre Bedeutung fur die funktionelle Anpassung," Z. Orthop, 111, 1973b.